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Hauptartikel => Short Message Service, Enhanced Message Service, Multimedia Messaging Service.
Mobiltelefon ermöglicht es meist, Textnachrichten, eventuell auch kombiniert mit multimedialen Inhalten, zu versenden
Das Short Message Service (SMS) ermöglicht kurze Textmitteilungen von einer Länge bis 160 Zeichen, je nach Mobiltelefon auch mehr wobei man den Preis pro 160 Zeichen Zahlt (demzufolge wäre der Preis ab 160 Zeichen in Form einer zweiten SMS zu entrichten der Vorteil des ganzen ist man kann die Nachricht in einer SMS schreiben und muss nicht die einte schreiben, schicken und dann die zweite u.s.w.) Die erste short message wurde im Dezember 1992 von einem PC an ein Mobiltelefon im britischen Vodafone-Netz gesendet. Für die Kurzmitteilungen hat sich der Name SMS eingebürgert, obwohl das Kürzel SMS eigentlich nur den Trägerdienst bezeichnet.
Ursprünglich als reines „Abfallprodukt“ kostenlos angeboten, entwickelte sich SMS zum Hauptertragsbringer für die Netzbetreiber. Im Jahr 2003 wurden in Europa über 16 Milliarden Kurzmitteilungen pro Monat versendet. Bei einer gründlichen Betrachtung überrascht der Erfolg dieses Dienstes nicht, weil er in der Kombination mit einem Handy sehr viel gebrauchstauglicher zu nutzen ist als seine inzwischen fast schon vergessenen Vorgänger, die digitalen Funkmeldeempfänger (Pager).
Für die Gehörlosen und hochgradig Schwerhörigen bietet die „SMS“-Funktion eine Möglichkeit, ein Mobiltelefon zu benutzen, wie auch beim Bildtelefon und Schreibtelefon.
Weiterentwicklungen des SMS existieren unter dem Namen Enhanced Message Service (EMS) und Multimedia Messaging Service (MMS). MMS bietet die Möglichkeit, mit einem Mobiltelefon multimediale Nachrichten (Videos, Bilder, Ton und Text) von bis zu mittlerweile 500 KB an andere mobile Endgeräten zu versenden. MMS ist nicht kompatibel zu SMS oder EMS, Endgeräte müssen MMS explizit unterstützen.
Kamera
1999 erschien für den japanischen Markt das weltweit erste Mobiltelefon mit integrierter Digitalkamera, das Toshiba Camesse mit dem Betriebssystem GEOS-SC. Das Camesse wurde in Japan schnell zum Kultgerät und hatte mehrere Nachfolger. Im japanischen Internet existieren mehrere Dienste, auf die private Camesse-Fotos geladen und veröffentlicht werden können. Beim Camesse konnten die Fotos direkt im Handy mit einer Grafiksoftware bearbeitet werden.
Seit 2002 werden immer mehr Mobiltelefone mit integrierter Kamera ausgestattet. Bei diesen Fotohandys befinden sich die Bildaufnahmegeräte meist auf der Rückseite des Mobiltelefons.
Die fotografische Qualität der ersten Kamerahandys liess anfangs noch sehr zu wünschen übrig. Seit Mitte 2004 können jedoch einige Modelle schon mit einfachen Digitalkameras mithalten. In Deutschland war das Sharp GX 30 das erste Fotohandy mit einer 1-Megapixel-Kamera. Das Siemens S65 war erstmals mit einer 1,3-Megapixel-Kamera mit einer Auflösung von 1280 × 960 Bildpunkten ausgestattet. Vor allem bei hellerer Umgebung können ausreichend gute Bilder gemacht werden. Bei Dunkelheit zeigen die Bilder allerdings ein starkes Farbrauschen, da ein integrierter Blitz fehlt (nur als ansteckbares Zubehör erhältlich). Das Sonyericsson K800i revolutionierte den Markt. Ein hochwertiges Kamerahandy mit 3,2-Megapixel-Digitalkamera mit der Funktionalität und Konnektivität, die man von einem Spitzen-UMTS-Handy erwartet das sogar einen Blitz wie eine Digitalcamera hat.
Mit den integrierten Kameras können meist auch Videos aufgenommen werden, manchmals aber nur begrenzt auf eine bestimmte Länge. Die Qualität von Fotohandy-Videos ist, verglichen mit Camcorderfilmen, stark unterdurchschnittlich.
Die fotografierten Bilder werden im Mobiltelefon gespeichert und können bei gegebener Unterstützung mittels Multimedia-Nachrichten (MMS), E-Mail, Infrarot, Bluetooth oder USB-Kabel an ein anderes Mobiltelefon oder einen PC versendet werden
Musik
Seit 1998 sind Mobiltelefone mit integriertem Radio und seit 2001 mit integriertem Musikplayer (eins der ersten: Siemens SL45) erhältlich. Mit derartigen Mobiltelefonen können Musikdateien wie bei einem MP3-Player in den Gerätespeicher geladen werden. Viele Mobiltelefone bieten die Möglichkeit, ihre jeweilige Speicherkapazität mittels einer Speicherkarte zu erweitern – je nach Modell bis zu mehreren gigabyte (GB).
Datenübertragung
Bei vielen Mobiltelefonen ist es möglich, Daten via Datenkabel, Infrarot, Bluetooth oder mit einer Speicherkarte zwischen dem Mobiltelefon und einem anderen elektronischen Gerät, beispielsweise einem Computer oder einem anderen Mobiltelefon, zu übertragen. Dadurch ist es möglich, Daten zu synchronisieren, im Internet (via WAP oder Mobile HTML) zu surfen oder Bilder, Klingeltöne und Programme auf das Mobiltelefon zu übertragen.
Java
Inzwischen verfügen alle neu auf den Markt gebrachte Mobiltelefone über Java-Unterstützung (auf CLDC- bzw. MIDP-Basis), was eine der populärsten Anwendungen von Embedded Java ist. Das Angebot an Programmen, sogenannten Midlets, reicht von einfachen Utensilien wie Taschen- und Währungrechnern bis hin zu aufwändigen Spielen (in der neuesten Generation auch mit 3D-Grafik). Es existieren sowohl kommerzielle Produkte, als auch Shareware und Public Domain-Software. Entsprechend gibt es auch verschiedene Übertragungswege, von dem Spiel, das über eine kostenpflichtige SMS bestellt und dann als Downloadlink in einer SMS gesendet wird, über das Herunterladen freier Software aus dem Internet und dem Übertragen aufs Handy per Kabel, Bluetooth oder Infrarot-Verbindung, bis hin zum Austausch von Software zwischen zwei Handys über diese Übertragungswege.
GPS - Empfang
Neuerdings haben einige PDA-Phones wie das Motorola A780 eingebaute GPS-Empfänger, deren Signal von Navigationsprogrammen genutzt wird. Der Empfänger kann aber auch extern über Bluetooth oder Kabel an ein Smartphone angeschlossen werden.
