Das Wichtigste beim Caming ist natürlich das Zelt. Wer sich auf einen Camping-Urlaub oder ein Outdoor-Abenteuer begibt sollte sich bei der Auswahl des Zeltes ruhig ein bisschen Zeit lassen und verschiedene Modelle vergleichen. Natürlich gibt es einige Kriterien, die nur ein gutes und hochwertiges Zelt erfüllt.
Allgemeine Qualitätsmerkmale
Ein Zelt sollte immer aus einer wasserdichten Außenhaut und einem atmungsaktiven Innenzelt bestehen. Es gibt jedoch Modelle, bei denen die beiden Häute separat aufgebaut werden müssen. Dies ist sehr mühsam und heutzutage nicht mehr notwendig, da es viele Modelle gibt, bei denen beide Stoffe miteinander verbunden sind und so sehr einfach aufgebaut werden können.
Material der Außenhaut
Meist besteht das Außenzelt aus Nylon oder Polyester. Durch eine Beschichtung dieses Materials aus PVC oder Silikon wird das Zelt wasserdicht und der Regen kann abperlen. Die sogenannte “Wassersäule” gibt an, wieviel Wasserdruck das Material aushält, bevor es undicht wird. Hierbei ist darauf zu achten, dass nicht nur die Wände, sondern auch der Boden gute Werte aufweist. Sollte man vorhaben, in ein regenreiches Gebiet zu reisen, sollte die Wassersäule einen Wert von mindestens 8000 bis 10.000 Millimeter aufweisen. Ansonsten reichen zirka 3000 bis 5000 Millimeter. Wichtig ist auch, dass die Nähte gute gearbeitet sind, und zum Beispiel mit einer Silikonmasse abgedichtet sind. Wenn das Zelt aufgebaut ist muss die Außenhaut straff gespannt sein. Es dürfen sich keine Mulden bilden, in denen sich Wasser sammeln kann, da hierdurch undichte Stellen entstehen können.
Gestänge
Die Gestänge werden grundsätzlich aus drei verschiedenen Materialien hergestellt. Stahl ist sehr robust, hat jedoch ein sehr hohes Gewicht. Glasfiber ist eine günstige Variante, jedoch hat es ein hohes Gewicht und ist eher weniger stabil. Wenn man nach einer hochwertigen Ausrüstung sucht, sollte man also lieber darauf verzichten. Die beste Variante ist Aluminium. Qualitativ hochwertige Aluminiumgestänge weisen eine Oberflächenbehandlung auf. Je nach Durchmesser variiert die Stabilität.
Windstabilität
Neben dem Gestänge ist die Zeltform ausschlaggebend für die Windstabilität. Besonders das Tunnelzelt ist bei stärkerem Seitenwind anfällig. Ein Kuppelzelt hält da schon etwas mehr aus. Für Reisen in stürmische Regionen sind geodätische Zelte zu empfehlen.
Platzangebot
Hierbei ist darauf zu achten, dass die Zeitgröße (angegeben in Personen) nicht immer bedeutet, dass es auch für viel Gepäck Platz bietet. Wer mit mehr Gepäck reist, sollte ein Zelt wählen, welches ein Vorzelt (Apsis) aufweist.
Gewicht
Je leichter ein Zelt ist, desto mehr wurde jedoch bei der Qualität (Wassersäule, Windwiderstand) gespart. Ein Zelt für zwei Personen, welches unter 2 Kilo wiegt hat meistens eher geringe Wassersäulenwerte” und Platzangebot. Ein Zelt, welches hingegen viel Wind und Wasser aushält wiegt oft über das Doppelte.
Wer also auf der Suche nach dem perfekten Zelt ist, sollte sich dafür Zeit nehmen und von Fachpersonal beraten lassen.